Stromverbrauch sichtbar machen: Energie-Dashboard in Home Assistant mit der Tapo P110M

Welches Gerät frisst eigentlich den Strom? Mit einer messenden Zwischensteckdose und dem Energie-Dashboard von Home Assistant siehst du es auf die Kilowattstunde genau – pro Gerät, pro Tag, pro Monat. Wir nehmen die TP-Link Tapo P110M als Beispiel, die wir im Review zur Tapo P110M vorgestellt haben; jede andere Steckdose, die in Home Assistant einen Energiesensor liefert, funktioniert genauso. Kein Eingriff in die Elektroinstallation – die Steckdose wird nur zwischengesteckt.
Auf einen Blick
Dauer: ca. 30 Min. · Schwierigkeit: Einsteiger · Kosten: siehe Materialliste (Preise bei Amazon prüfen)
📦 Material (ohne Preisangaben – bitte bei Amazon prüfen)
- Messende Smart-Steckdose (Werbung)z. B. TP-Link Tapo P110M (mit Matter) oder P110
- Home Assistantauf Raspberry Pi, NAS oder Mini-PC
- Tapo-App und TP-Link-Kontofür die Ersteinrichtung der Steckdose
- Optional: weitere Steckdosen (Werbung)für jedes Großgerät eine
Schritt für Schritt
Steckdose in der Tapo-App einrichten
Steckdose einstecken, Tapo-App öffnen, Gerät hinzufügen und mit dem 2,4-GHz-WLAN verbinden. Vergib einen Namen wie „Waschmaschine“. Laut Home-Assistant-Doku verlangen einige Firmware-Versionen, dass in der Tapo-App die Option „Third-Party Compatibility“ (Drittanbieter-Kompatibilität) aktiviert wird – zu finden in den Geräteeinstellungen bzw. unter Konto → Tapo Lab.
TP-Link-Integration in Home Assistant
Home Assistant findet die Steckdose in der Regel selbst: Unter Einstellungen → Geräte & Dienste erscheint „TP-Link Smart Home“ → Konfigurieren. Tapo-Geräte verlangen laut Doku eine Anmeldung: Gib die E-Mail-Adresse deines TP-Link-Kontos (Groß-/Kleinschreibung beachten) und das Passwort ein. Wird das Gerät nicht gefunden, Integration manuell hinzufügen und die IP-Adresse der Steckdose eintragen (im Router nachsehen und dort fest zuweisen).
Sensoren prüfen
Die P110M liefert einen Schalter und mehrere Sensoren, darunter aktuelle Leistung (W) und Energie (kWh). Öffne das Gerät und prüfe unter Sensoren, dass ein Wert in kWh vorhanden ist und steigt – typischerweise „Heute“ und „Gesamt“. Für das Energie-Dashboard braucht der Sensor die Geräteklasse energy und die Zustandsklasse total_increasing; die Integration setzt beides automatisch.
Gerät ins Energie-Dashboard aufnehmen
Einstellungen → Dashboards → Energie öffnen. Im Abschnitt „Einzelne Geräte“ auf Gerät hinzufügen klicken und den kWh-Sensor der Steckdose wählen. Nach etwa zwei Stunden erscheinen die ersten Balken; das Dashboard rechnet stündlich. Optional trägst du oben den Netzbezug deines Stromzählers ein – dann zeigt Home Assistant, welchen Anteil das Gerät am Gesamtverbrauch hat.
Nur ein Leistungssensor? Riemann-Helfer anlegen
Liefert ein Gerät nur Watt statt kWh, empfiehlt die Doku den Integral-Helfer (Riemann-Summe):
Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer → Helfer erstellen → Integral. Als Eingang den Leistungssensor,
als Einheitenpräfix k, Zeiteinheit h und Methode left wählen. Der neue Sensor zählt in kWh
und lässt sich wie oben ins Dashboard aufnehmen.
Automation: „Waschmaschine ist fertig“
Der praktischste Nutzen der Messung: Benachrichtigung, wenn ein Gerät fertig ist. Als Automation im UI-Editor:
alias: Waschmaschine fertig
triggers:
- trigger: numeric_state
entity_id: sensor.waschmaschine_leistung
below: 5
for:
minutes: 3
conditions:
- condition: state
entity_id: input_boolean.waschmaschine_laeuft
state: "on"
actions:
- action: notify.mobile_app_dein_handy
data:
message: "Die Wäsche ist fertig."
- action: input_boolean.turn_off
target:
entity_id: input_boolean.waschmaschine_laeuft
Eine zweite Automation setzt den Schalter input_boolean.waschmaschine_laeuft auf „an“, sobald die
Leistung über 20 W steigt. Die Schwellen (5 W / 20 W) an dein Gerät anpassen – im Verlaufsdiagramm sieht man sie gut.
Was sich zu messen lohnt
- Kühl- und Gefriergeräte: Ein altes Gerät verrät sich durch hohen Tagesverbrauch – oft die günstigste Einsparung im Haushalt.
- Standby-Sammler: TV-Ecke, Router, Konsole an einer Steckdose – überraschend oft 20 bis 40 W rund um die Uhr.
- Wallbox oder Ladeziegel: Wer ein gefördertes E-Auto lädt (siehe E-Auto-Boom im August 2026), sieht, was ein Ladevorgang tatsächlich kostet.
Sicherheitshinweis: Messsteckdosen sind bis zu ihrer angegebenen Maximallast (bei der P110M 16 A) ausgelegt. Heizlüfter oder Wallboxen an der Haushaltssteckdose nur, wenn Leistung und Steckdose dafür freigegeben sind – im Zweifel Elektrofachkraft fragen. Für Heizkörper lohnt der Blick auf unseren Review zum tado° Thermostat X.
Häufige Fragen
Brauche ich ein TP-Link-Konto?
Für Tapo-Steckdosen ja – laut Home-Assistant-Doku ist die Anmeldung mit den Konto-Daten erforderlich. Die Messdaten laufen danach lokal zwischen Steckdose und Home Assistant.
Warum zeigt das Energie-Dashboard nichts an?
Es rechnet stündlich; die ersten Werte erscheinen nach ein bis zwei Stunden. Außerdem muss der Sensor in kWh mit Zustandsklasse total_increasing vorliegen.
Geht das auch mit Zigbee-Steckdosen?
Ja, sofern sie Energie messen. Über Zigbee2MQTT liefern viele Modelle einen kWh-Sensor, der genauso ins Dashboard passt.
Quellen
- Home Assistant: TP-Link Smart Home – unterstützte Tapo-Geräte, Anmeldung, Third-Party Compatibility
- Home Assistant: Energy – Individual devices und Integral-Helfer
- Home Assistant: Integration (Riemann sum integral)
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und verfasst und redaktionell geprüft (Kennzeichnung nach Art. 50 KI-VO). Alle Angaben stammen aus den genannten Quellen, Stand 24. September 2026. Links zu Amazon sind Affiliate-Links (Werbung).